Site Meter Auf dem Weg zum Ironman Austria 2006: October 2005

Monday, October 31, 2005

Monatsauskehrlauf & Trainingsinventur

Heute abend bin ich 10 km in 70 min auf meiner Mur-Hausstrecke gelaufen. Das erste Mal seit Jahren im Training wieder mit einem Pulsmesser -- meine durchschnittliche Pulsfrequenz mit 129 Herzschlägen pro Minute macht mich zufrieden. Habe mir heute einen eleganten Brustgurt gekauft, da ich meinen alten vor mehr als einen Jahr verloren hatte. Ich weiss zwar nicht wie wichtig ein Frequenzmesser für einen Triathlonfinisher ist, aber was tue ich nicht alles um ein richtiger ironman zu werden. Rezente Bilder von mir betrachtend schaue ich jedenfalls eher wie ein gemütlicher, behäbiger, mittelalterlicher Mann aus und nicht wie ein ironman in spe. Aber das ist eben alles nur Tarnung und -- wir wissen ja schon zur Genüge und können es fast schon nicht mehr hören -- einen Triathlon beendet man/frau im Kopf. Die Beine sind einfach willenlose Dinger, welche die Befehle der Großhirnrinde eben auch unter Schmerzen durchführen. Nach diesem Willensexkurs aber zu meiner sportlichen Oktoberinventur. O Meter swim -- kann nur besser werden, 2 Radausfahrten mit insgesamt 123 km -- wird über den Winter noch weniger werden, zahlreiche Läufe mit insgesamt 145 km und eine Bergwanderung mit 11km und 1400 HM. Und nicht zu vergessen ein Halbmarathon knapp unter 2 Stunden. Und gewichtsmäßig vor dem Abendessen -- 103.9 Kilo -- nachher wiegen ist nicht gut für die Psyche und wird immer unterlassen. Alles in Allem bin ich rechtschaffen zufrieden; im November werde ich wieder zu schwimmen beginnen und das Rad mit e-bay-ersteigerter Rolle wird im Wohnzimmer installiert. Die Mur lasse ich in Ruhe weiterfliessen.

Sunday, October 30, 2005

Bewußter Murlauf nach dem Derby

Heute ist Derbytag in Graz – der Grazer Athletik Klub, mit dem Kurznamen GAK, spielt gegen Sturm Graz und gewinnt 2:0 – „ich leide“ sms-e ich meinem Freund auf der gegenüberliegenden Tribüne zu. Seine Antwort „ich bin gut drauf“ lässt Eingeweihte erahnen, dass er auf der Seite der Sieger steht. Was bleibt mir also übrig als heute abend noch, zur geistigen und körperlichen Regeneration, an die Mur zu gehen. Ich nehme mir vor meine 6 km Mur-Hausstrecke langsam und bewußt, was immer das bedeutet, zu laufen, ziehe mich schön warm an und ab in die Nacht. Gemächlich trabe ich dann dahin, das Laufen fällt mir leicht – trotz der gestrigen Bergwanderung – , meine Oberschenkel sind angenehm warm und meine neue Schuhe beginnen sich mit meinen Füßen anzufreunden. Ich denke an nichts Wesentliches und geniesse meinen Seelen- und Muskel-regenerativen Nachtlauf.

Zirbitzkogel & ironman austria 2006

Welche Gemeinsamkeiten haben der Zirbitzkogel und der ironman austria 2006? Eigentlich keine – unsere gestrige spätherbstliche über 5 stündige Rundwanderung mit 1400 Höhenmeter und ein 15 stündiger ironman haben ja tatsächlich nicht viel gemeinsam. Oder doch? Nach mehr als 30 Jahren war ich gestern mit Freunden erstmals wieder in dieser Gegend und unter Kaiserwetterbedingungen haben wir einen aussichtsprächtigen und sonnenschwangeren Tag durchwandert. Ich fühle, dass ich mich ein wenig anstrenge, ein bißchen schwitze, leichte Schmerzen in meinem linken Knie verspüre, den fernen Horizont bewundere, den Tag mit meinen Freunden geniesse und ….. mit wenigen Worten es geht mir und meiner Seele einfach gut. Aber zurück zum ironman – was mich ein wenig beunruhigt ist die Eigenbeobachtung, dass ich nach etwas mehr als 5 Stunden genüßlichem Wandern eigentlich rechtschaffen müde bin. Ist das das Holz aus dem Ironmänner geschnitzt sind? Wohl kaum denke ich; andererseits geht es ja um die primäre Einstellung mit der man – im konkreten Falle ich – in ein Unterfangen, und sei es noch so groß, reingeht. Und dieser Gedanke macht mich wieder zuversichtlich. Am 16. Juli 2006 dauert das Unternehmen ironman austria nicht geplante 5 Stunden, wie gestern am Zirbitzkogel, sondern es wird eben 15 Stunden und möglicherweise ein paar zerquetschte Minuten mehr dauern. Und meine Muskeln werden vielleicht doch etwas mehr schmerzen – zwischendurch und auch nachher.

Thursday, October 27, 2005

Depressiver Regenerationslauf mit neuen Schuhen

Der Tag hat gut begonnen und so wird er auch enden. Zwischendurch war er aber ein einziger Tiefschlag. Aber wie heißt es so schön – nur nicht unterbringen lassen und cool bleiben. Und so bin ich am Spätnachmittag mit meinen gut 7 Jahren alten Asics zu einem running point. Die Beratung ist professionell; der Bursche extrahiert aus meinen alten Einlagen fast meine Lebensgeschichte. Und der rechte Fuß ist um 5 mm länger – eindeutig – da gibt es nichts zu rütteln. Jetzt weiss ich es. Und flugs ist ein neues Paar Schuhe hervorgezaubert und diese passen wie angegossen. Warum gibt es so ein Service nicht in normalen Schuhgeschäften? Es ist übrigens ein wunderschöner tiefblauer Herbsttag und bevor die Nacht endgültig hereindämmert laufe ich an die Mur. Regenerativ mit einem 6h30’ Schnitt und versuche den Tag aufzuarbeiten. Das gelingt heute nicht und die Fußsohlen beginnen zu brennen und die Endorphine wollen auch nicht fließen. Insgesamt laufe ich 8 km in 54 min und dann ab in die Dusche und ein wenig an den PC. Denke, dass ich mit diesen Schuhen – Brooke oder so ähnlich heißen sie – noch viele km laufen werde. Und ich werde mich noch in einigen Jahren daran erinnern – an einen brennenden Regenerationslauf mit depressiver Grundstimmung entlang meiner Murstrecke. Aber vielleicht vergesse ich diesen trostlosen Murlauf noch heute abend.

Wednesday, October 26, 2005

Finales spätherbstliches Radtraining & steirische Sysiphos-Schaukel

Heute ist Feiertag und das Wetter ist schön. Der seit Wochen geplante Bike-Ausklang läßt sich nicht mehr verhindern. Nach einem Zeitungsfrühstück in meinem beliebten Altherren-Kaffeehaus, überwiegend bevölkert von Herren mit den Mienen und dem Gehabe pensionierter Professoren, schlüpfe ich in mein Raddress, sicherheitshalber mit zusätzlichem langärmeligen Shirt, und ab in den Süden gegen Wildon. Ich freue mich, das biken macht Spass, trotz einer mehrwöchigen Radkarenz spüre ich eine Verbundenheit mit dem Gefährt. Und meine Gedanken strömen, dies und das, berufliches und privates, as usual ein komplettes Chaos und mein Fahrtempo bleibt schön konstant um die 30km/h. Das mittelsteirische Fehlen von Bergen macht mir zu schaffen; mir fehlen meine Kärntner Berge. Wie immer ich meinen Kopf im geliebten Villach drehe, sehe ich einen meiner Berge und die Errinnerungen an, doch nicht so wenige, Ausflüge auf den Dobratsch, die Gerlitze und den Mittagkogel werden wach. Und weiter hinten blitzen dann die Julier hervor. Aber hier – nur Ebene und namenlose Hügel – und auf einmal bin ich in Wildon und ich weiss nicht so recht – soll ich auf diesen Hügel Richtung Hengsberg hinauffahren oder nicht – und auf einmal sehe ich klar – das wird meine Sysiphos-Schaukel – der Anstieg nicht sehr steil aber doch ca 1 km lang und dann geht ungefähr 1 km runter und ich kann ja gleich wieder umdrehen und…Ich bin zufrieden und froh und mache mich alsbald an den Anstieg, plage mich mäßig und dann geht’s runter, zum Schluß mit 55km/h, und dann drehe ich einfach um und es geht wieder rauf und dann wieder runter. Für heute reicht es aber; für weitere Trainingseinheiten, kann ich das ganze mehrmals wiederholen und so den Ruperti auf meiner steirischen Hausstrecke simulieren. Nach 1h 54min und 53 km bin ich dann wieder zu Hause; mit einem 28km Stundenschnitt. Für einen regelmäßigen Altherren-Kaffeehaus-Besucher nicht so schlecht denke ich mir. Ob es aber für einen ironman reicht; wir werden sehen – vedremo – das ganze spielt sich ja, angeblich, nur im Kopf ab. Sicherheitshalber trainiere ich aber weiter:-)

Tuesday, October 25, 2005

Kilometrierte 15 km Alleinlauf an der Mur

Nach Bruderhochzeit in der Wachau und nach einem Wochenend-Nachtdienst bin ich heute gegen halb fünf am Nachmittag, nach 3 Tagen Laufkarenz, wieder ins Lauf-Outfit geschlüpft und auf meine Mur-Heimstrecke hinaus. Die lange Pause hat mich leichtfüßig gemacht und ich bin von Beginn zügig gelaufen. Nach ungefähr 1.5 km beginnt die kilometrierte Strecke und die Halbkilometer-Durchgangszeiten sind immer unter 3 min und schön langsam entwickelt sich mein Ehrgeiz die geplanten 15 km unter 90 min zu absolvieren. Das Spätnachmittag-Wetter ist perfekt für dieses Unterfangen und in meiner Eigenwahrnehmung absolviere ich ein „schönes“ und zügiges Trainingstempo. Ich fühle mich wie ein „echter“ Marathonsportler und Spitzen-Triathlon, der mit 3:30 pro km eine mäßig intensive Einheit durchzieht. Für den unbeteiligten Beobachter hingegen läuft ein älterer Läufer keuchend über seinem Tempo und es wird wohl eher Mitleid als Bewunderung aufblitzen. Mit solchen Kleinigkeiten kann sich aber ein ironman in spe nicht aufhalten und deshalb bleibe ich auch konsequent unter dem angepeilten Schnitt. Bei diesem Trainingstempo kommt bei mir jedoch das freie und unkontrollierte Nachdenken leider zu kurz; zu viel bin ich mit Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Laufen beschäftigt. Irgendwann bei km 10 beschließe ich bei km 14 mit dem Auslaufen zu beginnen und trotzt eines langsamen Schlußkilometers komme ich zufrieden und erfreut mit einer Zeit unter 89 min nach Hause. Jetzt, kurz nach Mitternacht, schmerzen die Oberschenkel und ich schließe auf einen „guten“ Trainingsreiz. Die Schmerzen in den Knien hingegen bestätigen, dass die Entscheidung von Marathon auf ironman umzusatteln eine richtige war. Übrigens, die Hochzeitsgespräche mit einem Schriftsteller über die „Grammatik des Scheiterns“ – ein vielversprechender Buch-Arbeitstitel – lassen mich an die eigenen Erfahrungen der vergangenen Jahre denken. Ein etwaiger Zusammenhang mit dem ironman austria am 16. Juli 2005 existiert für mich nicht. Ich werde einfach finishen und in Celovec jubeln.

Thursday, October 20, 2005

Alleinabendmurlauf mit Sysiphos & Gewahrwerden der Herausforderung

Heute abend bei einem Alleinlauf entlang der Murabstrecke, zum Teil in völliger Finsternis, wird mir die Dimension der Herausforderung ironman gewahr. Plage mich heute doch ein wenig sehr bei 8 km in 56 min und muss daran denken wie viel mehr ich mich nach 12 oder 13 Stunden am 16. Juli 2006 mühen werde. Allerdings das Ziel wird dann nur mehr 2 -3 Stunden entfernt sein und dies wird mich beflügeln. Zumindest bildlich gesprochen. Für den unvoreingenommenen Beobachter könnte ich eher ein trauriger Anblick werden. Aber die letzten Stunden des ironman sind nicht die Herausforderung, in meinen Augen jedenfalls; die challenge ist das Durchziehen des Trainingsprogrammes. Ab Mitte Februar 2006 bekomme ich von meiner ironman-Mentorin ein Trainingskorsett verpaßt und da durch zu tauchen wird für mich die tägliche Bedrohung sein. Andererseits, die konsequente Abarbeitung von Programmen kann auch der Quell großer Befriedigung sein. Der Sysiphos von Camus ist der glücklichste Mensch, weil er beim Hinabrollen des Steines fröhlich lächelnd den Berg hinuntertrabt und die Götter dabei stillheimlich verhöhnt. Camus, der Philosph des Absurden, hat beim Schreiben seines Essays wahrscheinlich nicht an die ironmen & ironwomen des 21. Jahrhunderts gedacht. Ich aber denke an Ihn und seinen Sysiphos; der Bursche wird mir viel Freude bereiten zumindest beim immer wiederkehrenden Herunterrollen des Ruperti. Ob Sysiphos auch Endorphin-Ausschüttungen durchlebte ist nicht bekannt und Camus hält sich darüber bedeckt. Trotz meiner heute etwas tristen Gedanken strömen meine Endorphine jedenfalls verläßlich und das ist gut so

Abendmurlauf, Haifischbecken am Wörthersee & Hammermann

Nach einem PC-arbeitsreichen Nachtdienst mit wenig Schlaf wieder die Muraufrunde zu zweit und heute um eine Minute länger. Mein Lauffreund hat relativ starke Schmerzen in der Wade; dies hat aber keinen wesentlichen Einfluß auf unser Lauftempo – ca 12 km in 67 min. Heute reden wir übers bloggen und über den Input von comments. Sehe eine große Schlagzeile in einer Kärntner Tageszeitung am 15. Juli 2006 vor meinen Augen erscheinen. [„Morgen 2000 Haie im Klagenfurter Strandbad ausgesetzt“ Ausländische Touristen und auch Einheimische können aber beruhigt sein; die Wörthersee-Anti-Haifisch-Brigarde hat professionell vorgesorgt. Die Haie werden in den Lendkanal gelockt und dann über den Ruperti geschickt. Spätestens beim Hai-Laufen werden dann hochspezialiserte Hammermänner eingesetzt.] Ich weiß, das Lachen wird uns noch vergehen; zumal uns beide der Hammermann auch schon bei unseren Normal-Marathons immer wieder aufgelauert hat. Bei mir wartet der Bursche gnadenlos oft schon bei km 25 oder km 26. Wie auch immer, der heutige Abendmurlauf war zumindest für mich kurzweilig und einfach schön. Ich fühle mich frei, glücklich, zufrieden und zugleich müde und munter. Und der ironman austria lockt mehr denn je.

Tuesday, October 18, 2005

Nach dem Hyde-Park wieder entlang der Mur

Eine herbstliche Kongreßwoche in London mit einigen nicht-alkoholischen Pub-Besuchen ist zu Ende und mein Laufpensum mit insgesamt 19 km eher dürftig. Nach dem Regent-Park habe ich zwar zweimal den Hyde-Park entlang der Serpentine, ein leichtgeschwungener See in der Parkmitte, durchlaufen und dabei einige wenige Skater bei der Ausübung ihrer Kunst bewundert. Es ist einfach faszinierend und kurzweilig hektische Großstädte laufend zu besichtigen und ein wenig Abstand vom Alltag zu gewinnen. Apropos Alltag, dieser hat mich nun in Graz wieder voll eingefangen. Und hier gibt es wieder die guten alten Laufeinheiten an der Mur. Heute in der ungewohnten flußaufwärts Richtung mit einem langjährigen Lauffreund, der am gleichen Oktobertag im Herbst 2000 seinen persönlichen Marathonrekord aufgestellt hat. Er 2h58min und ich 3h31 und wir trauern diesen Zeiten – in doppelter Bedeutung des Wortes – nach, wohlwissend, dass es für uns beide nie mehr schneller werden kann als an jenem kühlen Oktober-Sonntag vor 5 Jahren. Mit ein Grund für die Suche nach neuen Herausforderungen – in Klagenfurt wäre eine abschließende Marathonzeit von 5 h schon eine herausragende Leistung und ein Ticket in den ironman-Himmel – zumindest für mich. Was wunder bei diesen Gesprächen, dass 12 km nahezu mühelos in 66 min heruntergespult werden. Fazit, die Mur hat mich wieder und wird mich offensichtlich nicht so schnell los.

Wednesday, October 12, 2005

Abendregenerationslauf im Regent Park

Nach einem Tage Halbmarathonpause bin ich gestern abend langsam regenerierend durch den Regent Park in London gelaufen. Das Laufen in fremden Städten ist erfrischend, nicht nur wegen des ständigen Wegsuchens und der unbegründeten Angst nicht mehr zurückzufinden. Mein Laufzeitfenster war kurz aber "es" hat Spaß gemacht. Einen 30 minütigen Lockerungslauf über 4 km als Ironman-Training zu bezeichnen ist wahrscheinlich verwegen. Das anschließende Abendessen schmeckte jedenfalls.

Tuesday, October 11, 2005

Der Pacemaker verliert seinen Luftballon aber nicht seinen Schritt

Es scheint als ob ganz Graz auf den Beinen ist und sich vor der Oper versammelt hat. Es ist Marathontag – Kulturmarathon sogar – was immer das heißen mag. Von meiner Wohnung sind es langsam einlaufend keine 10 Minuten bis zum Start und ich tauche in der Marathonstartmasse unter und verliere irgendwie meine Identität. Ich bin Teil der Läufermenge und verschwinde in der Masse. Aufeinmal sehe ich weiße Luftballons mit der Beschriftung 3:30, 3:45, 3:59 und mein Entschluß ist schnell gefaßt. Ich hänge mich einfach bei 3:59 an denke ich und dann kann ich mich immer noch entscheiden, ob ich schneller oder langsamer laufen will. Der Entschluß ist richtig und ich merke bald wie professionell der Pacemaker seinen Job absolviert – er verliert zwar bald seinen Luftballon aber inzwischen gehöre ich schon zur Gruppe und trabe hinterher. Bei den Labestationen bleibt er immer stehen, drinkt, und dann geht es weiter. Ich trinke ebenfalls und beginne auch gleich Bananen zu essen – für den ironman vielleicht ganz hilfreich. Irgendwann bei km 16 oder 17 wird es dann doch zäh, aber wenn ich bei einen Halbmarathon nicht locker ins Ziel komme, dann ...... Und so lasse ich bei km 20 bei der Labestation meinen Superpacemaker stehen und laufe über Herrengasse und Opernring immer schneller werdend ins Ziel. Natürlich fühle ich mich wie ein Sieger komme ich doch mit 1:59 ins Ziel. Dann bleibe ich zufrieden gleich hinter der Ziellinie stehen, bedanke mich bei meinem Pacemaker ihm auf der Gegenlaufbahn irgendetwas wie „danke -- echt professionell“ zurufend, und kiebitze „erste Reihe fußfrei“ wie die Großen ihren Marathon beenden. Und geniesse das Spektakel.

Sunday, October 09, 2005

Halbmarathon, Gefühl und Regeneration

Heute ist Marathontag in Graz und als Vorbereitung für meinen ironman austria habe ich mich entschlossen heute beim Halbmarathon zu starten. Kann mich nicht mehr erinnern wann ich meinen letzten Halbmarathon gelaufen bin – sicher schon 5 Jahre her. Der Grazmarathon war war ja einmal mein Hausmarathon – von 1997 bis 2000 habe ich regelmäßig teilgenommen und mich kontinuierlich verbessert. 3:45, 3:41, 3:36 und schließlich ….3:31 – und dann war die Luft draußen – ich wußte schneller geht es nicht mehr – und es ging überhaupt nichts mehr. Und von meinen 87 KG am Marathontag 2000 bin ich bis zum Frühjahr 2005 in bewährter Manier wieder auf 109 KG raufgeklettert. Very easy und dies ohne einen einzigen Tropfen Alkohol – habe einfach ein „gesundes“ österreichisches Eßverhalten. Übrigens, mein Kilogefühl war richtig und ich halte derzeit bei 104. Und nun zum heutigen Halbmarathon. In weniger als 2 Stunden ist der Start und ich bin immer noch müde. Ich frage mich wie ich mein Halbmarathon-Revival anlege – momentan habe ich überhaupt keinen Bock mich zu bewegen, geschweige den zu laufen. Aber sehr professionell habe ich in den letzten zwei Tagen zumindest regeneriert:-)

Friday, October 07, 2005

Lockerer 8 km Lauf mit Gesprächen über Villach

Heute ist ein lockerer Lauf über 8km angesagt – wir sind zu zweit – meine Laufpartnerin kommt auch aus dem geliebten Kärnten. Entlang einer „vollen“ und reißenden Mur spulen wir die 8km locker in 55min herunter. Unter wieder lange Gespräche – diesmal über mein „Herrenhaus“ in der Nähe von Villach. Bei dieser Gelegenheit oute ich mich auch als Villacher mit Herz und Seele – aber was solls in Villach gibt’s eben keinen ironman und so werden ich eben am 16. Juli 2006 früh frühmorgens von meinem Herrenhaus aufbrechen und ins Strandbad nach Celovec fahren um das Unternehmen ironman austria in Angriff nehmen. Trotz meines manchmal mulmigen Gefühles freue ich mich schon total. Und vielleicht habe ich auch schon das eine oder andere Kilo abgenommen – liege heute gefühlsmäßig bei 104 KG – da ich aber noch keine Waage habe weiss ich es nicht so genau. Soll ich mir nun eine Waage kaufen oder nicht? Oder einfach nur abnehmen.

Wednesday, October 05, 2005

Zwiegespräche entlang des Lech-Waldes

Nach einem Regenerationstag – so sagt man unter Ausdauersportlern – vielleicht war ich aber auch einfach nur faul – heute wieder im Laufeinsatz. Gemeinsam mit einem Freund aus alten Marathon-Trainingstagen laufen wir trödelnd den 1er-Schienen entlang nach Maria Trost. Es ist schon dunkel; ich bin over-dressed und schwitze recht ordentlich vor mich hin. Das Lauftempo ist angenehm und unsere Gespräche drehen sich um den Ironman in Celovec. Über die professionelle Webseite und das noch professionellere Anmeldesystem – das moderne Raubrittertum der IM-Veranstalter. Und über die Logistik hinter der Wettkampf-Taktik – oder simpler – „wie schaff ich’s nur ins Ziel zu kommen“ ohne vollkommen „einzugehen“. Und so vergeht der Trödellauf im Nu und macht viel Spaß, weil wir uns gegenseitig Aufmerksamkeit, die wichtigste aller Drogen, schenken. Also, Regenerationslauf von 10km in 70min für das Trainings-Logbuch.

Tuesday, October 04, 2005

Nässe, Trostlosigkeit und endlose Gespräche

Und wieder an der Mur. Es ist abends, es hat geregnet und die Nässe durchdringt die Nacht. Es ist eben einfach trostlos. Aber heute sind wir zu zweit; mein Bruder durchläuft gemeinsam mit mir die Nacht. Und wir reden über Gott und die Welt – ehrlich gesagt mehr über die Welt als über Gott. Und schon sind wir 12km in 90min gelaufen. Die Oberschenkel schmerzen ein wenig und erinnern mich, dass ich in den nächsten Monaten einiges vorhabe. And as usual der Kopf ist frei nach dem Laufen:-)

Sunday, October 02, 2005

Kurzer Murabendlauf mit Endorphinen

Auch heute wieder Regen den ganzen Nachmittag und, dann, im Abendgrauen noch ein wenig Zeit und auch Lust auf einen Lauf -- wollte ursprünglich nur regenerativ laufen -- dann war ich jedoch für meine Verhältnisse relativ rasch unterwegs ca. 5.5km in 31min -- spüre meine Oberschenkel, transpiriere, mein Herz wird wohl an die 150 mal pro Minute schlagen, derzeit trainiere ich ohne Frequenzmesser und ...... die Gedanken fliessen nicht. Aber ich bin glücklich und zufrieden -- wahrscheinlich wandern meine Endorphine schon nach 20min ins Blut und machen mich happy -- es geht mir einfach gut nach dem Laufen. Trotz allem, aus heutiger Sicht nicht vorstellbar wie ich den Ironman durchziehen werde -- aber von meinen Marathonerfahrungen weiss ich, dass es klappen wird. Dranbleiben beim Training und beim Wettkampf erst nach der Zielline aufhören. Ja, so einfach ist und wird es sein:-)

Sonniges Bike-Training in den Südwesten

Es ist ein wunderschöner und scheinbar windfreier Herbsttag -- einfach zu verlockend -- und gegen 14.00 bin ich dann los -- auf meiner Heimstrecke Richtung Süden -- ausgewählt ampelarm -- nach Wildon dann Richtung Hengstberg mit einem 1km langen Anstieg -- und dann hügelig weiter westwärts gegen Stainz -- genau bei KM 40 drehe ich um -- es ist einfach schön eingedenk der Winde die offensichtlich beim biken immer wehen -- und erfreulich wenig Verkehr -- die Temperatur nicht zu warm und nicht zu kalt -- und schon sind die 80km in weniger als 3h heruntergespult -- der Kopf ist frei und die Beine, die Oberschenkel vor allem, schmerzen -- aber ich fühle mich wohl -- vergessene Zeit ist erfüllte Zeit.

Saturday, October 01, 2005

Passiv-Sport & Fat-Food

Heute war Regeneration angesagt – jeden Tag Training ist ja auch nicht lustig. Dafür habe ich mir Passiv-Sport eingezogen. Eishockey -- die Grazer 99 gegen Black Wings Linz – ein bißchen der Agressivität des Eishockey kann ja auch beim Ironman nicht schaden – oder? -- damit sind aber nicht nur die angeblichen „swim-catches“ gemeint. Es macht sicherlich Spass den einen oder anderen Konkurrenten beim abschließenden Marathon niederzulaufen. Das Fat-Food in der VIP-Lounge war nicht Ironman-proofed, aber gut war es allemal.