Site Meter Auf dem Weg zum Ironman Austria 2006: Der Pacemaker verliert seinen Luftballon aber nicht seinen Schritt

Tuesday, October 11, 2005

Der Pacemaker verliert seinen Luftballon aber nicht seinen Schritt

Es scheint als ob ganz Graz auf den Beinen ist und sich vor der Oper versammelt hat. Es ist Marathontag – Kulturmarathon sogar – was immer das heißen mag. Von meiner Wohnung sind es langsam einlaufend keine 10 Minuten bis zum Start und ich tauche in der Marathonstartmasse unter und verliere irgendwie meine Identität. Ich bin Teil der Läufermenge und verschwinde in der Masse. Aufeinmal sehe ich weiße Luftballons mit der Beschriftung 3:30, 3:45, 3:59 und mein Entschluß ist schnell gefaßt. Ich hänge mich einfach bei 3:59 an denke ich und dann kann ich mich immer noch entscheiden, ob ich schneller oder langsamer laufen will. Der Entschluß ist richtig und ich merke bald wie professionell der Pacemaker seinen Job absolviert – er verliert zwar bald seinen Luftballon aber inzwischen gehöre ich schon zur Gruppe und trabe hinterher. Bei den Labestationen bleibt er immer stehen, drinkt, und dann geht es weiter. Ich trinke ebenfalls und beginne auch gleich Bananen zu essen – für den ironman vielleicht ganz hilfreich. Irgendwann bei km 16 oder 17 wird es dann doch zäh, aber wenn ich bei einen Halbmarathon nicht locker ins Ziel komme, dann ...... Und so lasse ich bei km 20 bei der Labestation meinen Superpacemaker stehen und laufe über Herrengasse und Opernring immer schneller werdend ins Ziel. Natürlich fühle ich mich wie ein Sieger komme ich doch mit 1:59 ins Ziel. Dann bleibe ich zufrieden gleich hinter der Ziellinie stehen, bedanke mich bei meinem Pacemaker ihm auf der Gegenlaufbahn irgendetwas wie „danke -- echt professionell“ zurufend, und kiebitze „erste Reihe fußfrei“ wie die Großen ihren Marathon beenden. Und geniesse das Spektakel.

1 Comments:

Anonymous Anonymous said...

ich bin stolz auf dich!

8:50 pm  

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