Site Meter Auf dem Weg zum Ironman Austria 2006: December 2005

Tuesday, December 27, 2005

Schneefall in Graz & Swim im Bad ohne Sonne

Der verlängerte Weihnachtsdienst mit zahllosen e-mails quer durch die Zeitzonen ist vorüber und eigentlich war heute ein 14 km Murlauf als letzte Vorbereitung für den Grazer Sylvesterlauf geplant. Heftiger vormittägiger Schneefall und wunderschöne winterliche Verhältnisse lassen Jugenderinnerungen aus den Tiefen aufsteigen und das Herz lachen. Unverständlich, dass es Menschen gibt, welche dichten Schneefall, kniehohen Schnee und die Kälte des Winters nicht lieben. Zugegeben, als nur Wohnungsmieter, Autoverweigerer und konvertierter Tramfahrer kann ich die städtische Winteridylle leicht mit vollen Zügen geniessen und meine nassen Socken ziehe ich einfach aus. Und um eine Murlauf-Rutschpartie zu vermeiden geht es am frühen Nachmittag ins Bad zur Sonne. Auch ohne Sonne spule ich dann mein heutiges Pensum runter – 400, 300, 200 und 100 und dann das ganz noch einmal – also insgesamt 2000 m in weniger als 50 min. Die Zeit wird brav gemessen; die Pausen nicht zu lange gehalten und schon ist das Swim-Training auch wieder vorbei. Im Unterschied zum Alleinlaufen fließen meine Gedanken beim Alleinschwimmen nicht; ich denke eigentlich immer nur an die Zahl der Länge, welche ich gerade durchschwimme und bin bestrebt mich nicht zu verzählen. Wäre ja zu tragisch wenn ich statt 300 m nur 250 m oder, noch schlimmer, 350 m schwimmen würde. Und deshalb wird stupide gezählt; wer weiß vielleicht sind das die berühmten Schwimm-Mantras, die mich beflügeln. Also, das Schwimmtraining habe ich absolviert, heute tun mir sogar meine Oberarme weh; die schwimmenden Reflexionen meiner Gedanken sind aber zwischen den Grazer Schneeflocken hängengeblieben und haben ihren Weg nicht ins Bad ohne Sonne gefunden. Erfreulicherweise fliesst aber die Mur noch immer und der nächste gedankenversunkene Murlauf wartet.

Monday, December 19, 2005

Chinareise & Dezembertrainingsloch

Aus dem im letzten Blog angekündigten Rollenbike-Training ist nichts geworden und lediglich am Tage meiner Abreise nach China, am 3. Dezember 2005, habe ich mich, nun endgültig 51-jährig, gegen mittags ins Bad zur Sonne gewuchtet und dort 2000 m swim absolviert. Mit meiner Polar am Handgelenk allerdings ohne Pulsmeßgurt – so weit erinnerlich 400, 300, 200 und 100 und das ganze mal zwei – und es scheint, dass ich erfreulicherweise relativ konstant meine Längen ziehe. Dann ging es ab ins Reich der Mitte (Beijing, Zhengzhou, Shanghai) und zu einem china-bedingten 12-tägigen Trainingsloch. Die Laufsachen hatte ich zwar mit, aber in der eisigen und windigen Kälte chinesischer Großstädte fehlte mir schlicht und banal die Lust und Begeisterung auf körperliche Betätigung. Umso wunderbarer war dann das Feeling als ich am Donnerstag wieder meine Grazer Schwimmarena besuchte und 3 x 500 m in über 36 min runterspulte. Die 500 m Durchgangzeiten von 11.10, 11.45 und 13.35 lassen zwar meine übliche Konstanz ein wenig vermissen, aber was soll’s. Gestern war ich dann erstmals wieder an der Mur, in rotgewandter Skate-Begleitung, und da plagte ich mich schon signifikant. Für etwas mehr als 10 km 73 min mit einem Durchschnittspuls von 139 Herzschlägen pro min – nicht gerade vielversprechend für einen ambitionierten ironman-Aspiranten – bin aber noch ein wenig verkühlt und überhaupt. Das finden und erfinden von Ausreden war noch nie mein Problem. Trotz der Kälte fliessen die Endorphine, vielleicht ein weniger zäher als üblich; dazu gibt es sie ja schließlich und als dann die Waage vor dem Bade 103 kg anzeigt bin ich rechtschaffen stolz. Dezember-Trainingsloch, im ironman wording sprechen wir pseudowissenschaftlich von einer langfristig geplanten Regenerationsphase, und China-Food haben sowohl die „Form“ als auch zumindest 2 kg auf dem Gewissen. Und noch 7 Monate bis zum ironman austria in Celovec – der Countdown ist unerbitterlich und im wahrsten Sinne des Wortes nähere ich mich der ironman-Stadt auf leisen Schienen im Allegro Johann Strauß sitzend und vorweihnachtlich das verschneite Murtal hinauf nach Mittelkärnten ins geliebte Villach fahrend.

Thursday, December 01, 2005

Novemberinventur -- Müdigkeit beim Training und beim Bloggen

Der November war noch nie mein Monat. Obschon ich ihn heuer für meine Verhältnisse brilliant über die Runden gebracht habe. Da der Blog primär aber meine Trainingsresultate oder bescheidener ausgedrückt meine Trainingsrealitäten wiederspiegeln, und weniger mein Gefühlsleben reflektieren, soll liste ich nun meine November-Trainingseinheiten auf. Zuerst bike: 2 x Rollentraining; swim: 6 x und insgesamt 11200m; run 9 x und 72 km. Alles zusammen bin ich dann doch auf 17 Trainingseinheiten gekommen – nicht einmal so wenig von der Zahl her, aber über die Intensität ist zu diskutieren. Bezüglich meines Gewichtes – was soll ich sagen – eines Novembertages waren es nur 103.5 kg – aber momentan sind es wieder satte 105 kg. Also auch diesbezüglich brachte der November nicht den Durchbruch. Bevor ich aber nun vor Selbstmitleid zerfliesse gehe ich auf die Rolle und beginne den Dezember mit einem Wohnzimmerbiketraining:-)