Site Meter Auf dem Weg zum Ironman Austria 2006: Chinareise & Dezembertrainingsloch

Monday, December 19, 2005

Chinareise & Dezembertrainingsloch

Aus dem im letzten Blog angekündigten Rollenbike-Training ist nichts geworden und lediglich am Tage meiner Abreise nach China, am 3. Dezember 2005, habe ich mich, nun endgültig 51-jährig, gegen mittags ins Bad zur Sonne gewuchtet und dort 2000 m swim absolviert. Mit meiner Polar am Handgelenk allerdings ohne Pulsmeßgurt – so weit erinnerlich 400, 300, 200 und 100 und das ganze mal zwei – und es scheint, dass ich erfreulicherweise relativ konstant meine Längen ziehe. Dann ging es ab ins Reich der Mitte (Beijing, Zhengzhou, Shanghai) und zu einem china-bedingten 12-tägigen Trainingsloch. Die Laufsachen hatte ich zwar mit, aber in der eisigen und windigen Kälte chinesischer Großstädte fehlte mir schlicht und banal die Lust und Begeisterung auf körperliche Betätigung. Umso wunderbarer war dann das Feeling als ich am Donnerstag wieder meine Grazer Schwimmarena besuchte und 3 x 500 m in über 36 min runterspulte. Die 500 m Durchgangzeiten von 11.10, 11.45 und 13.35 lassen zwar meine übliche Konstanz ein wenig vermissen, aber was soll’s. Gestern war ich dann erstmals wieder an der Mur, in rotgewandter Skate-Begleitung, und da plagte ich mich schon signifikant. Für etwas mehr als 10 km 73 min mit einem Durchschnittspuls von 139 Herzschlägen pro min – nicht gerade vielversprechend für einen ambitionierten ironman-Aspiranten – bin aber noch ein wenig verkühlt und überhaupt. Das finden und erfinden von Ausreden war noch nie mein Problem. Trotz der Kälte fliessen die Endorphine, vielleicht ein weniger zäher als üblich; dazu gibt es sie ja schließlich und als dann die Waage vor dem Bade 103 kg anzeigt bin ich rechtschaffen stolz. Dezember-Trainingsloch, im ironman wording sprechen wir pseudowissenschaftlich von einer langfristig geplanten Regenerationsphase, und China-Food haben sowohl die „Form“ als auch zumindest 2 kg auf dem Gewissen. Und noch 7 Monate bis zum ironman austria in Celovec – der Countdown ist unerbitterlich und im wahrsten Sinne des Wortes nähere ich mich der ironman-Stadt auf leisen Schienen im Allegro Johann Strauß sitzend und vorweihnachtlich das verschneite Murtal hinauf nach Mittelkärnten ins geliebte Villach fahrend.

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