In-joy, Lapdance & Spinbike-Wettkampf
Am Wochenende war ich wieder einmal auf Kurzbesuch bei Eltern und Sohn in Villach und was lag näher als am späten Samstagnachmittag die ehemalige Fitness-Fabrik, nun als Franchise-Nehmer cool In-joy heißend, aufzusuchen und ein lockeres Cardio-Training zu absolvieren. Bodybuilder und Sympathisanten verwenden diesen Ausdruck (oft auch nur kurz „Cardio“ gesprochen) für ein leichtes Ausdauer-Regenerationstraining, sei es nun Lauf am Band oder Steigen am Stepper oder Treten am Rad. Wie auch immer, wir haben uns professionell für ein 24-minütiges Radintervall-Training entschieden und sind wenig schwitzend, begleitet von Videoclips mit Lapdance-Musik – skandalöserweise ohne Lapdance – , die 24 Minuten, mehr oder weniger gelangweilt, durchgstrampelt. Am darauffolgenden 10-minütigen großen familiären Spinbike-Wettbewerb hat mir mein Sohn gezeigt, wo der „Bartl den Most“ holt und ist uns, der virtuellen Spin-gruppe und mir, einfach davon geradelt und als 16. ins Ziel gekommen, während ich mit meinem, offensichtlich noch nicht ironman-gestylten Luxuskörper, stolzer 999. wurde. Bei einer „dreiziffrigen“ Anzeigetafel möglicherweise nicht das beste aller Ergebnisse. Na ja, beim abschließenden 1o-minütigen Steppen und 12-minütigen Ausradeln war mein ödipaler Spin-Wettkampfpartner dann rechtschaffen ein wenig müde und zufrieden stolz. Insgesamt also 56 (in Worten sechundfünfzig) Minuten Cardio im In-joy in Villach; wenn das keine professionelle ironman Vorbereitung für Celovec 2006 ist. Auch die Pizza beim Sterba in Lind ob Velden hat gemundet, nochdazu so nahe an der ironman-bike Strecke. Auch dies ist ein gutes Omen.


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