Trainings- und Blogfrequenz – eine inverse Beziehung?
Bin im Flieger nach “down under“, wie Australien mehr oder weniger liebevoll nicht nur von den Engländern genannt wird, und lasse Trainingswoche 3 und 4 kurz Revue passieren. Über 3 gibt es nicht viel zu berichten außer den schon erwähnten 90er in Frisco; am Wochenende war dann Nachtdienst angesagt und mehr als ein paar Stiegenhäuser habe ich nicht bezwungen. Dafür bin ich am Dienstag gemeinsam mit meinem Triestmarathon-Partner zur Leistungsdiagnostik am Physiologischen Institut angetreten. Sozusagen mit „Todesverachtung“ angesichts der doch nicht berauschenden Trainingsumfänge. To make a long story short – die Stufe 14 km/h bin ich 2 Minuten durchgelaufen und bei Puls 174 habe ich dann das sprichwörtliche Handtuch geworfen. Die genaue Auswertung und Beratung erfolgt in 2 Wochen; die Grundlagenausdauer “sei“ aber angeblich nicht so schlecht. So sprach zumindest der wohlwollend dreinblickende väterliche Leistungsdiagnostiker im 6. Stock der Vorklinik. In 2 Monaten ist jedenfalls eine Wiederholung der Leistungsdiagnostik zur Dokumentation des Trainingserfolges geplant. Vom Test angestachelt bin ich am gleichen Abend noch für fade 6 km an die Mur und am Mittwoch dann das erste Koppelungstraining. 10 km Murlauf und dann 1700 swim im Bad ohne Sonne. Und es hat Spaß gemacht, nicht zuletzt weil ich mir eingebildet habe, dass mein “Muskelkater“ in den Beinen durch das Schwimmen minimiert wird. Am Donnerstag dann wieder Nachdienst und am Freitag 45min Bike-Regeneration im Injoy in Villach diesmal leider ohne Lapdance-Musik. Samstag in der Früh ging es für 9 km an die Drau (!); mehr war zeitlich leider nicht drinnen. Dafür bin ich aber Kilometer 6 oder 7 in berauschenden 5min und 30 sec gelaufen. Oder waren es doch 5’40’’. Ich war jedenfalls sehr stolz auf mich seit langem wieder einmal einen Kilometer unter 6 min geschafft zu haben. Und am Sonntag anstatt nachzusetzen habe ich dann Seele baumeln lassen, Koffer gepackt und mich geistig auf “down under“ eingestimmt. Fazit: Die 4. Trainingswoche gilt, wie laut Plan vorgesehen, als sanfte Regenerationswoche; die 3. wird als Flop einfach negativ bilanziert, abgeschrieben und als Verlust “vorgetragen“. Und der Vorsatz für Meso II und Trainingswoche 1 – nicht mit den wahren Haien an der Goald Coast um die Wette schwimmen, sondern einfach mit Blick auf das unendliche Meer langsam versunken der Küste entlang traben und endorphingetränkt Meilen sammeln. In“down under“ gibt es ja keine Kilometer und Dopingkontrolleure sind, zum Unterschied von giftigen Giftschlangen, auch nicht zu erwarten.


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