A2-Lauf in meinem Lechwald
Alte Erinnerungen steigen hoch. Seit vielen Monaten bin ich nun schon nicht mehr im Lechwald gelaufen und als ich dann heute, in meinem 11. Laufjahr, wieder einmal abends meine Lechwaldrunde drehe werde ich fast ein wenig sentimental. Wieviele Hundert vielleicht sogar wenige Tausend km bin ich seit 1995 im Lechwald gelaufen? Meist am späten Nachmittag und sehr oft, wie Euch heute, am späten Abend. Bei Vollmond und bei Neumond und ….dazwischen. Bei jedem Wetter. Zu Sylvester bei Schneefall und am 15. August in der Sommerhitze und immer wieder auch im Regen. Selten bei Gewitter. Sehr sehr oft bei optimalen Bedingungen. Häufig alleine; immer wieder aber auch zu zweit. Seltener in einer kleinen Laufgruppe. Manchmal ganz langsam dahintrabend; selten „voll auf Zug“ in Form von ungesunden Intervalltrainingseinheiten. Meist zügig dahinlaufend und bergauf fälschlicherweise immer „Gas“ gebend. Kurze Strecken, manchmal nur 4 oder 6 km; sehr oft auch 20 km und darüber. Begonnen habe ich im Lechwald mit nahezu 120 kg; zu meiner schnellsten Zeit im Jahrtausendjahr 2000 mit unter 90 kg; heute mit satten 104. Und die Strecke. Unnotwendig zu erwähnen, dass ich sie in- und auswendig kenne. Die Kapelle an der Weggabelung, das Häuserl im Wald, der Roseggerhof, das versteckte Kruzifix, das einsame Haus am Waldrand, und die steileren und flacheren Anstiege und …. Soviele Erinnerungen, so kurzweilig der Lauf. Nach 69 min mit einem Dauerpuls von 130 bin ich wieder in meinem Dienstzimmer und verschwitzt am PC beim Bloggen. Um es zu präzisieren. De iure bin ich nicht der Besitzer des Lechwaldes, aber de facto habe ich mich heute abend als solcher gefühlt. Als Großwaldbesitzer, der nach Jahren wieder einmal sein Reich besucht, nach dem Rechten sieht und zufrieden feststellt, dass alles beim Alten und beim Guten ist.


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