Site Meter Auf dem Weg zum Ironman Austria 2006: May 2006

Tuesday, May 23, 2006

Bike-Training am Originalschauplatz

Am Ende des 3. Trainingsmonats war es soweit und ab gings ins geliebte Kärnten um am Originalschauplatz eine Bike-Trainingseinheit zu durchtreten. Der nicht sehr detaillgetreue Internet-Ausdruck der 90 km Bike-Runde im Kärntner Mittelland entlang des Südufers des Wörthersees und des Ostufers des Faakersees und ein Abendgespräch mit ironman-Freunden im Trastevere in Villach dienten als Orientierung. Und am Sonntag nach 11 Uhr starteten wir dann von Steinbichl Richtung Faakersee um nach einer guten halben Stunde bei Egg in die Originalschleife einzusteigen. Aber schon in Ledenitzen war „Streckenverfehlung“ angesagt. Jedoch die Abfahrt vom, mir völlig unbekannten, Orainig-Sattel war wildromantisch. Der Ruperti-Berg mit einigen kurzen mäßig zähen Voranstiegen war dann weniger romantisch nicht nur weil sich die Karawanken nach der Ruperti-Bezwingung nicht in voller Pracht zeigten. Körperliche Anstrengung und romantische Gefühle sind eben nicht unbedingt Geschwister. Es ging dann weiter entlang einiger weniger „zweisprachiger“ Ortstafeln nach Viktring und, nach einem kurzen nicht „ironman-konformen“ Abstecher zum Wörthersee-Südufer. Eigentlich eine Genußfahrt und wenig anstrengend. Bis, ja bis, dann knapp vor Villach die Straße zum Faakersee nach links in den Himmel abbiegt. Die Türkei heißt dieser selektive Streckenabschnitt, der für Ivan Basso und für Jan Ulrich kaum mehr als eine kleine Streckenunebenheit darstellt. Für mich fast ein Grund das gesamte ironman-Unterfangen in Frage zu stellen. Aber eben nur fast. Und überhaupt. Also, nach 110 km in mehr als 5 Stunden mit einem Dauerpuls von 116 müde nach Steinbichl heimgekehrt und die Vorfreude auf den Mega-Event am 16. Juli 2006 wird merklich größer.

Thursday, May 11, 2006

Triest-Marathon & altösterreichische Trainingseinheit

Dieses Wochenende war Marathon angesagt. In Wien und in Triest. Und verständlicherweise habe ich mich für Triest entschieden. Weil ich bereits zweimal Wien absolviert habe und, insbesondere, weil ich gemeinsam mit meinem Gradeser Bruder und meinem Grazer Lauffreund die Längen und Mühen eines Marathons in der altösterreichischen Hafenstadt durchleben wollte. Um es auf den Punkt zu bringen. Alle drei haben nicht „richtig“ gefinisht. Mein Bruder hat aufgrund von Trainingsunregelmäßigkeiten (elegante Formulierung!) weise auf den Start verzichtet. Und mein Lauffreund hat sich bei Kilometer 22 verabschiedet und ist nach Grado Mittagessen und Baden gefahren. So bin ich mit meinem Villacher&Salzbuger ironwoman/ironman Freunden übrig geblieben. Aber nur bis Kilometer 30! Dann habe auch ich mich müde und gelassen zum Gehen entschlossen und nach 5 km Spaziergang auf der Marathonstrecke und einen Shortcut von weiteren 5 km bin ich die letzten 2 km langsam trabend ins Ziel gelaufen. Insgesamt also ein 37 km Marathon in unter 5 Stunden. Meine tschechische Fangemeinde hat meinen letztlich doch spektakulären Zieleinlauf auch für die Ewigkeit dokumentiert. Das Villacher&Salzburger iron-Team ist wenig später, nach echten 42 km, locker laufend am Triestiner Einheitsplatz (klingt sehr schal im Vergleich zu Piazza Unità) eingelangt. Fazit: Eine sehr lange und sehr schöne Trainingseinheit mit permanentem Blick auf den Golf von Triest und temporärem auf das altösterreichische Miramare. Der gewöhnliche ironman-Trainingsalltag hat mich inzwischen auch wieder eingeholt.